Architektenpläne greifen steinzeitliche Themen auf

Von Elko Laubeck , DLZ
Albersdorf
Der geplante Museumsbau in Albersdorf nimmt Formen an.

Architekt Hauke Mengel stellte seine Entwürfe für das Gebäude vor. Damit soll das Aöza-Gelände als Zentrum der Steinzeit mit überregionaler Ausstrahlungskraft komplettiert werden.
Das derzeitige Empfangsgebäude des Steinzeitdorfes wird demnach in das neue Projekt integriert. Das Museumsgebäude soll zusätzlich Räume schaffen für die Verwaltung des Steinzeitparks, für Seminare und ähnliches, museumspädagogische Veranstaltungen, eine Werkstatt. Es verfügt über einen neu gestalteten Eingangs- und Kassenbereich mit Laden. Das zweigeschossig geplante Hauptgebäude beherbergt einen Multifunktionsraum, der auch als Cafeteria geeignet ist und dem eine großzügige Terrasse vorgelagert ist. Im hinteren Teil ist Platz für Sonderausstellungen und die archäologische Sammlung, die derzeit in den Räumen des ehemaligen Bahnhofshotels untergebracht ist.
Der Rendsburger Architekt mit Albersdorfer Wurzeln erläuterte als Grundidee, dass der Baukörper eine Signalwirkung haben sollte, dass er Themen der Steinzeit und des Museumsinhalts aufgreifen wollte. So sei die Idee gekommen, den Grundriss in Anlehnung an einen Flintstein zu gestalten und bei der Außenfassade gestalterische Elemente aus dem Steinzeitdorf zu übernehmen. Stilisierte Baumstämme erinnerten etwa an das Pennigbüttelhaus, eines der jungsteinzeitlichen Nachbauten im Dorf.
Auf der anderen Seite „müssen wir natürlich auf dem Teppich bleiben“, erklärte Mengel seinen Entwurf. In der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs war festgelegt worden, dass der Neubau nicht teurer werden dürfe als drei Millionen Euro.
Mengel hat sich zwar an die Planskizzen des 2016 verstorbenen Albersdorfer Architekten Martin Marcus Vollert angelehnt, in der Ausgestaltung jedoch eine etwas andere Richtung eingeschlagen. Er hat den südlichen Trakt zum Hauptgebäude mit Museum und Multifunktionsraum ausgebaut, während der nördliche Trakt mit dem integrierten bisherigen Empfangsgebäude mit den sanitären Einrichtungen einen funktionalen Charakter behält.
Ziel ist es, mit dem Museumsbau die Attraktivität des Steinzeitgeländes zu erhöhen, die Einrichtungen auf einen Standort zu konzentrieren und mit dem Museumsgebäude dann auch einen ganzjährigen Betrieb zu gewährleisten.
Es gibt eine Zusage über 50 Prozent Fördermittel aus dem Topf Integrierte territoriale Investitionen (ITI) und eine Option auf weitere 10 Prozent vom Land. Im Raum stehen noch Zuschüsse von je 300 000 Euro durch die Metropolregion Hamburg und die Bingo-Lotterie. Die Gemeinde ist bereit, über einen zinsgünstigen Kredit etwa 800 000 Euro beizusteuern. Das würde eine Belastung durch Zinsen und Tilgung in Höhe von etwa 40 000 Euro im Jahr bedeuten. Das ist die Summe, die die Gemeinde derzeit schon für Pachten und Mieten für das Aöza bezahlt, die ja nach dem Umzug ins neue Museum entfallen würden.
Nach den Kriterien des ITI-Programms muss das Gebäude bis Ende 2021 abgerechnet sein. „Unter normalen Umständen ist das zu schaffen“, sagte Bürgermeister Heribert Heinecke. Die Gemeindevertretung beschloss, mit diesen Plänen in die weiteren Planungen einzusteigen.

Planungsunterlagen für die offizielle Beantragung der Fördermittel: