Dokumentation zur Landschaftsgeschichte der Eiszeit in Nordeuropa

Am Samstag, den 10. 12. 2022 wird um 21.05 Uhr auf ARTE zum ersten Mal eine neue Dokumentation zur Landschaftsgeschichte der Eiszeit in Nordeuropa ausgestrahlt, die zum Teil im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf produziert wurde und wo der „Steinzeitjäger“ (und Museumspädagoge) Werner Pfeifer eine wichtige Rolle spielt.

Wir freuen uns, wenn Sie sich die Dokumentation ansehen und gerne auch auf Ihren Medien darauf hinweisen. Vielen Dank.

Hier einige Daten und Hintergrundinformationen zu dem Film:

🇩🇪 Geschenk der Gletscher – Wie die Eiszeiten Europa formten
https://www.arte.tv/de/videos/098843-000-A/geschenk-der-gletscher/

🇫🇷 Quand l’Europe a émergé des glaces
https://www.arte.tv/fr/videos/098843-000-A/quand-l-europe-a-emerge-des-glaces/

Auszeichnungen:
– „Museo Archeologico Lomellino“-Award for „Best Documentary“ beim RAM Film Festival in Rovereto, Italien, 2022
– Silbermedaille für den zweiten Platz auf dem Vaasa Wildlife Filfestival in Finnland in der Kategorie Wissenschaftsfilm, 2022
– Nominierung in der Kategorie „Beste Postproduktion“ beim Green Screen Film Festival Eckernförde, 2022

Es waren kilometerdicke Eismassen, die von Skandinavien aus nach Mitteleuropa drängten und einen hunderte Kilometer langen Erdwall vor sich herschoben. Aus diesem Wall wurden Dänemark und Norddeutschland. Das schmelzende Eis füllte einen riesigen See auf Höhe von Calais und Dover …
Im wahrsten Sinne des Wortes ist Europa ein Geschenk der Gletscher. Millionen Jahre lang verband ein Kalksteinkliff Großbritannien und Frankreich. Heute sind davon nur noch die Felsen bei Dover und Calais erhalten. Schmelzwasser floss bis zu dieser Kalksteinmauer, staute sich zu einem riesigen See und stürzte in Wasserfällen hinüber. Vor etwa 450.000 Jahren wurde der Druck zu groß und die Barriere gab nach. Die gigantischen Wassermassen gruben einen tiefen Kanal, der von nun an die britischen Inseln vom Kontinent trennte.
Es ist nur eine von vielen Geschichten, die zeigen, dass Europa in seiner heutigen Form nicht ohne die Eiszeiten denkbar ist. In einer Chronologie über knapp eine halbe Million Jahre zeigt die Dokumentation, wie Eis das Land, Tiere und Menschen prägte.
Im niedersächsischen Schöningen haben Forschende einen Europäischen Waldelefanten ausgegraben. Seine Art zog durch Europa und überstand sogar die Eiszeiten.

Als vor etwa 40.000 Jahren die ersten modernen Menschen nach Europa kamen, lebten im südlichen Frankreich noch Schnee-Eulen. Eine Wissenschaftlerin erforscht die Frage, weshalb Jäger die Knochen der Tiere verzierten und ihre Krallen sammelten.
Einige Tausend Jahre später zogen durch Norddeutschland Rentierjäger. Vor ihnen lag eine weite Landschaft.
Der Meeresspiegel war nämlich gefallen, seit große Wassermassen in den Gletschern als Eis gebunden waren.
Auch Helgoland konnten die Menschen zu Fuß erreichen. Von dort brachten sie Steine mit nach Niedersachsen, aus denen sie rote Klingen herstellen konnten – eine Seltenheit, heute wie damals.

Die Dokumentation zeichnet mit überraschenden Erkenntnissen ein neues Bild vom Europa der Eiszeit.