Die bronzezeitliche Landschaft Schleswig-Holsteins – Grabhügel, Gesichtsurnen und Kochsteingruben
Unter dem Titel
„Die bronzezeitliche Landschaft Schleswig-Holsteins – Grabhügel, Gesichtsurnen und Kochsteingruben“
findet am Montag, den 22. 6. 2026 um 19.30 Uhr im Museum „Steinzeithaus“ im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf ein Vortrag zur aktuellen Bronzezeitforschung statt.
Frau Dr. Jutta Kneisel vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel, deren Arbeiten zu den Grabhügeln der Bronzezeit auch im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Alles bleibt anders“ im Steinzeithaus vorgestellt werden, wird in ihrem Vortrag auch speziell auf die Bronzezeit in Dithmarschen eingehen.
Keine andere Epoche hat unsere Landschaft so stark geprägt wie die Bronzezeit. Die über 16.000 Grabhügel Schleswig-Holsteins zeugen von einer intensiven Umgestaltung der Landschaft, wie wir sie heute kennen. Ihre Errichtung war eng mit älteren Wegesystemen verknüpft und ihre gute Sichtbarkeit eine Voraussetzung. Sie liegen auf den sandigen Geestrücken entlang der Ostküste und auf den Geestinseln entlang der Westküste.
Auch in jüngerer Zeit dienten sie als Bestattungsplatz für zahlreiche Urnengräber. Im 9. Jh. v. Chr. entwickelte sich in der Gegend von Albersdorf ein Zentrum, das weit vernetzt war. Hier finden sich nicht nur reiche Beigaben, sondern auch spezielle Urnen mit Gesichtsdarstellungen, die in ganz Europa anzutreffen sind. Damit ist Albersdorf mit anderen regionalen Zentren wie dem Lusehøj auf Fünen oder Seddin in Brandenburg vergleichbar.
Kochsteingruben sind ebenfalls ein Phänomen der jüngeren Bronzezeit. Sie dienten als Versammlungsplätze für ein größeres Einzugsgebiet – ganz ähnlich wie das Wacken Open Air.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Bronzezeit des Landes mit einem Schwerpunkt auf Dithmarschen.
Das Museum ist an diesem Abend ab ca. 19.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt kostet € 5,- (für Mitglieder des Fördervereins AÖZA e. V. frei).
Gerne können Sie die beil. Abbildungen von den Untersuchungen an einem Grabhügel in Glinde und die Rekonstruktion einer nächtlichen Brandzeremonie an einem Grabhügel (Quelle: Dr. J. Kneisel) für Ihre Medienarbeit verwenden.






























