„Feuerstein von der Insel Helgoland“
Im Museum „Steinzeithaus“ im Steinzeitpark Dithmarschen in Albersdorf ist ab sofort (und bis auf weiteres) eine neue Sondervitrine zu sehen, und zwar zum Thema „Feuerstein von der Insel Helgoland“.
Die Besonderheit des Helgoländer Feuersteins ist vor allem seine rote Farbe, die bereits in der Urgeschichte für Interesse und wohl auch für eine besondere Bedeutung und Wertigkeit dieses Rohstoffes sorgte.
Europaweit gibt es nur auf der Helgoländer Düne diesen besonderen Feuerstein, der vor ca. 145 Millionen Jahren entstanden ist. Die rote Farbe stammt dabei von Eisenoxid-Einlagerungen.
Vom Menschen genutzt wird der rote Flint seit der späten Altsteinzeit am Ende der Eiszeit (ab ca. 13.000 v. H.), vor allem aber war er in der Jungsteinzeit gebräuchlich, und dort besonders in der Zeit von ca. 5.600 bis 4.800 v. H. Wie aus anderem Flint wurden auch aus dem Helgoländer Flint Klingen, Pfeilspitzen, Schaber und Messer gefertigt, die zum Gebrauch bestimmt waren.
So stammt aus einem Grabhügel in Bunsoh ein elegant gestalteter Dolch aus rotem Flint, der in der Dauerausstellung des Museums gezeigt wird.
Viele Artefakte zeigen zudem Hinweise auf Recycling; diese nachhaltige Nutzung zeigt die Wertschätzung des Materials (zu dem auch der häufiger vorkommende, aber aufgrund seiner hellgrauen Farbe weniger begehrte sog. plattige Feuerstein aus Helgoland gehört) .
Roter Flint war begehrt und wurde über weite Strecken vor allem entlang der südlichen Nordseeküste gehandelt, ähnlich wie andere seltene Rohstoffe.
Helgoland wurde im Laufe der Jungsteinzeit durch steigenden Meeresspiegel zur Insel. Es wird angenommen, dass der Feuerstein hauptsächlich auf dem Wasserweg entlang der Küste transportiert wurde. 





























